Wirtschaft: die neusten Meldungen


Aktualisiert


BASF zeigt sich für 2026 vorsichtig

Das Stammwerk von BASF in Ludwigshafen.

Imago

(dpa) Der weltgrösste Chemiekonzern BASF blickt vorsichtig in das laufende Jahr. Für 2026 peilt BASF für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen zwischen 6,2 Milliarden und 7,0 Milliarden Euro an, wie der Dax-Konzern am Freitag (27. 2.) bei der Vorlage der endgültigen Jahreszahlen mitteilte. 2025 ging das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen um 9,5 Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Euro zurück.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

BASF kämpft mit Kostendruck, hohen Energiepreisen und einer zu geringen Auslastung am Stammwerk in Ludwigshafen. Dort arbeitet mit etwa 33 000 Personen etwa ein Drittel der weltweiten BASF-Beschäftigten. Der Konzern hat mehrere Sparprogramme aufgelegt, inklusive umfangreichem Stellenabbau. Zuletzt erzielten das Management und die Arbeitnehmervertreter eine Vereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen bis Ende 2028 ausschliesst.

Carstens und Maestri sollen auf Dudley und Wong folgen

Im Verwaltungsrat der UBS gibt es drei Änderungen.

Til Buergy / Keystone

wek. Bei der UBS kommt es bei der kommenden Generalversammlung im April zu Rochaden im Verwaltungsrat. Wie die Bank am Freitag (27. 2.) in einer Mitteilung schreibt, stellen sich William C. Dudley und Jeanette Wong nach sieben Jahren im Verwaltungsrat nicht zur Wiederwahl.

Als Nachfolger für die beiden werden Agustín Carstens und Luca Maestri vorgeschlagen. Carstens war von 2017 bis Juni 2025 Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Maestri ist derzeit Vizepräsident Corporate Services bei Apple und amtete zuvor mehr als ein Jahrzehnt als CFO.

Zudem tritt auch Lukas Gähwiler von seinem Amt als Vizepräsident des Verwaltungsrat zurück. Wie die Bank bereits angekündigt hat, wird Markus Ronner, ehemaliges Mitglied der UBS-Konzernleitung, als Vizepräsident zur Wahl vorgeschlagen.

Hollywood-Übernahme: Netflix verzichtet auf den Kauf von Warner Brothers

Die Warner Brothers Studios in Kalifornien werden wohl bald ihren Besitzer wechseln.

Allison Dinner / EPA

(dpa) Im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers will Netflix dem Rivalen Paramount nicht mehr Paroli bieten. Man habe sich entschieden, das Angebot für Warner Brothers nicht zu erhöhen, teilte Netflix am Donnerstag (26. 2.) mit. Zuvor hatte Warner Brothers ein nochmals verbessertes Gebot von Paramount formal als «überlegen» eingestuft. Angesichts dieses Angebots sei «der Deal finanziell nicht mehr attraktiv», erklärte Netflix.

Der Warner-Verwaltungsrat hielt trotz neuem Paramount-Angebot an seiner Empfehlung an die Aktionäre fest, das Übernahmeangebot von Netflix anzunehmen, wie es in einer nach US-Börsenschluss veröffentlichten Mitteilung hiess. Die Abstimmung darüber wurde auf den 20. März angesetzt. Die Übernahmevereinbarung mit Netflix bleibe in Kraft.

Warner und Netflix waren Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung für das Studio- und Streaming-Geschäft eingegangen. Wenige Tage später wandte sich Paramount direkt an die Aktionäre und bot 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern Warner Brothers Discovery samt der TV-Sender, darunter CNN. Netflix bot knapp 83 Milliarden Dollar für die Filmstudios und das Streaming-Geschäft.

Die Co-Chefs von Netflix, Ted Sarandos und Greg Peters, betonten nun, die ausgehandelte Transaktion hätte einen Mehrwert für die Aktionäre geschaffen und einen klaren Weg zur behördlichen Genehmigung geboten. «Wir haben uns jedoch stets diszipliniert verhalten. Und zu dem Preis, der erforderlich wäre, um das jüngste Angebot von Paramount Skydance zu erreichen, ist der Deal finanziell nicht mehr attraktiv», betonten die beiden Manager.

Der Sportartikelhersteller Puma präsentiert rote Zahlen

Das deutsche Unternehmen Puma stellt Sportartikel her.

Jimin Kim / Sopa Images / Imago

(dpa) Der kriselnde Sportartikelhersteller Puma ist im vergangenen Jahr tief in die Verlustzone gerutscht. Im fortgeführten Geschäft stand 2025 unter dem Strich ein Fehlbetrag in Höhe von 643,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 280,7 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte.

Die Gründe dafür sind ein laufendes Restrukturierungsprogramm sowie Abschreibungen, die überwiegend im vierten Quartal verbucht wurden. Puma strich im Zuge dessen die Dividende für die Aktionäre.

Der Umsatz von Puma brach im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro ein. Der neue Chef Arthur Hoeld hatte im dritten Quartal einen Konzernumbau angestossen, der die Konzentration auf Kernsportarten, weniger Produkte und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten vorsieht. Dazu sollen Lagerbestände abgebaut, unrentable Läden geschlossen und Stellen gestrichen werden.

Stellantis macht 22 Milliarden Euro Verlust

Der Automobilhersteller Stellantis spürt, das Donald Trump Subventionen für Elektroautos gestrichen und Abgasregelungen geändert hat.

Stephanie Lecocq / REUTERS

(dpa) Der Autokonzern, zu dem unter anderem die Marken Opel, Fiat und Peugeot gehören, hat im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust gemacht. Unter dem Strich standen 22,3 Milliarden Euro Minus, wie Stellantis am Donnerstag (26. 2.) mitteilte.

Bereits vor Wochen hatte der Autohersteller mitgeteilt, dass wegen der Änderung des E-Auto-Kurses der Regierung von Donald Trump und der folgenden Nachfrageschwäche im wichtigen amerikanischen Markt viel Geld abgeschrieben werden müsse. Aber auch bereinigt um diese Sonderkosten kam Stellantis stark unter Druck und fuhr im Tagesgeschäft aufgrund des Preisdrucks rote Zahlen ein – sowohl in Nordamerika, wo der Konzern einst mit seinen Pick-ups und SUVs den Grossteil seiner Gewinne machte, als auch in Europa.

Stellantis streicht nun Elektromodelle und bietet mehr Verbrenner- und Misch-Antriebe an. Dafür baut der Konzern die Lieferketten und die Produktion um.

Donald Trump hatte Subventionen für Elektroautos gestrichen und Abgasregelungen geändert. Auch die anderen grossen Autofirmen General Motors und Ford mussten viele Milliarden auf ihren eingeschlagenen Elektrokurs abschreiben.

Paramount erhöht sein Gebot für Warner Brothers

Paramount will Warner Brothers übernehmen.

Dado Ruvic / REUTERS

(dpa) Im Bieterkampf um das Hollywood-Studio Warner Brothers ist Paramount zurück im Rennen – das Gebot für den Konzern Warner Bros. Discovery wurde von 30 auf 31 Dollar pro Aktie in bar erhöht. Paramount bietet Warner auch eine aussergewöhnliche hohe Zahlung von sieben Milliarden Dollar für den Fall an, dass der Deal an Bedenken der Regulierer scheitern sollte. Zudem hatte der Konzern bereits versprochen, die Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner bei einer Auflösung des bisherigen Deals an Netflix überweisen müsste.

Der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery will sich nun näher mit Paramounts überarbeitetem Angebot befassen und klären, ob es dem bereits angenommenen Netflix-Vorschlag überlegen ist. Bis auf weiteres gilt noch seine Empfehlung an die Aktionäre, das Übernahmeangebot von Netflix anzunehmen. Die Abstimmung darüber wurde auf den 20. März angesetzt. Allerdings hält der Verwaltungsrat es laut einer Mitteilung für durchaus realistisch, zu der Einschätzung zu kommen, dass Paramount den besseren Deal bietet. Netflix hätte in diesem Fall gemäss der bisherigen Übernahmevereinbarung vier Tage Zeit für einen Konter.

Ob eine neue Preisrunde in der Bieterschlacht bevorsteht, ist noch unklar. Netflix-Co-Chef Ted Sarandos spielte die Aussicht darauf herunter. Der Streaming-Riese habe schon in der Vergangenheit lieber Rückzieher gemacht und andere zu viel bezahlen lassen, sagte er vergangene Woche dem Branchenblatt «Variety».

Meta sichert sich AMD-KI-Rechenpower für über 100 Milliarden Dollar

Meta und AMD spannen zusammen und fordern Nvidia im Halbleitermarkt heraus.

Dado Ruvic / REUTERS

ela. Meta Platforms hat mit der Chipfirma AMD einen mehrjährigen Vertrag abgeschlossen, um KI-Rechenleistung im Umfang von bis zu sechs Gigawatt zu beziehen. Das Paket soll mehr als 100 Milliarden Dollar wert sein. Das berichtet das «Wall Street Journal» am Dienstag (24. 2.). Teil der Vereinbarung seien Optionsrechte, über die Meta bis zu zehn Prozent an AMD halten könnte. Für AMD wäre das ein wichtiger Schritt im Wettbewerb mit Marktführer Nvidia.

Galenica: Bis zu 170 Stellen bei Bichsel von Produktionsende bis 2026 betroffen

Galenica streicht in Interlaken rund 170 Stellen.

Peter Klaunzer / KEYSTONE

ela. Galenica will bei der Tochterfirma Bichsel in Interlaken die pharmazeutische Produktion aus wirtschaftlichen Gründen spätestens per Ende 2026 einstellen. In der Folge könnten bis zu 170 Stellen in Produktion und Vertrieb wegfallen. Das teilt das Unternehmen am Dienstag (24. 2.) mit. Das Konsultationsverfahren ist eröffnet, der Abschluss wird Mitte März erwartet. Mit dem Schritt schärft Galenica die Ausrichtung von Bichsel und fokussiert das Geschäft künftig auf Home-Care-Dienstleistungen. Das Apothekengeschäft in Interlaken wird weitergeführt und ab dem 1. März 2026 unter dem Namen «Amavita Apotheke Bichsel Interlaken» betrieben.

Skihersteller Stöckli verklagt Trump wegen Zollpolitik

Service von Stöckli-Skiern. Der Schweizer Hersteller hat gegen die amerikanische Regierung am Mittwoch Klage eingereicht.

Christian Beutler / KEYSTONE

ael. Der Schweizer Skihersteller Stöckli hat nach Angaben von «CH Media» die amerikanische Regierung wegen der Strafzölle verklagt. Stöckli reichte die Klage bereits am Mittwoch ein, also bevor der Supreme Court viele Zölle für unrechtmässig erklärt hatte. Der Skihersteller befinde sich damit im Rennen um die rund 175 Milliarden Dollar an Zolleinnahmen, die die amerikanische Regierung zurückerstatten müsse, schreibt die Zeitung. Auch Klagen der Schweizer Unternehmen Logitech, Jungbunzlauer, Sowind Group und CL International finden sich laut «CH Media» in der Datenbank des auf Handelsfragen spezialisierten amerikanischen Bundesgerichts. Die Liste sei jedoch unvollständig. Auch sei noch unklar, wie das Verfahren ablaufe. Um welche Beträge es sich handle, gehe aus den Klageschriften nicht hervor, schrieb «CH Media».

Hayek wirft der Nationalbank Untätigkeit vor

Der CEO der Swatch Group, Nick Hayek, wirft der offiziellen Schweiz fehlenden Mut vor.

Urs Flüeler / Keystone

lip. Nick Hayek übt starke Kritik an der Schweizerischen Nationalbank (SNB) für ihre angebliche Untätigkeit im Umgang mit der Frankenstärke. Viele Schweizer KMU hätten allergrösste Mühe mit der extremen Aufwertung des Frankens, sagt der CEO der Swatch Group in einem Interview mit den Zeitungen von CH Media.

Die Aufwertung betreffe alle Währungen und vollziehe sich in so hohem Tempo, dass sich die Unternehmen kaum anpassen könnten. «Für viele wird die schnelle Lösung die einzige sein: raus aus der Schweiz», sagt Hayek. Bei der Swatch Group seien allein 308 Millionen Franken des Umsatzrückganges auf den Währungseffekt zurückzuführen.

Es sträube ihm die Haare zu sehen, wie teilnahmslos die offizielle Schweiz und vor allem die SNB die Situation hinzunehmen scheinen würden. Hayek vermutet, man wolle angesichts des Zollstreits nichts unternehmen, was die Amerikaner verärgern könne. Dabei sei der «total überbewertete Franken» heftiger und langfristig schädlicher als die US-Zölle. Hayek, bekannt für seine markigen Worte, kritisiert: «Die Nationalbank hat die Unabhängigkeit geopfert – für den Zolldeal.»

Die Schweiz sei auf bestem Weg, die eigene Industrie zu opfern. Er rufe nicht nach dem Staat und auch nicht nach einem schwachen Franken, versichert der Uhren-Unternehmer, sondern fordere mehr Mut. Von der SNB erwarte er, dass sie Stärke zeige und anerkenne, dass so eine extreme Überbewertung des Frankens der Schweiz schade. Die Nationalbank könne selbstbewusst und unabhängig ihre Instrumente einsetzen.

Straumann erzielt 2025 ein starkes Jahresergebnis

Der Hauptsitz von Straumann in Basel.

Georgios Kefalas / Keystone

wek. Der Schweizer Dental-Hersteller Straumann hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,6 Milliarden Franken erwirtschaftet. Das entspricht einem organischen Wachstum von 8,9 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Damit hat der Basler Konzern 2025 die eigenen Ziele erreicht.

Die Geschäftsentwicklung sei im vergangenen Jahr stark durch regionale Unterschiede gekennzeichnet gewesen. Während die Einnahmen in der wichtigsten Region Europa, Naher Osten und Afrika organisch zweistellig anstiegen, lag das organische Plus in Nordamerika gegenüber 2024 bei 4,2 Prozent. In Asien setzte Straumann im Gesamtjahr ebenfalls mehr um als 2024.

Smood stellt Betrieb ein – 427 Mitarbeitende betroffen

Smood ist in 25 Schweizer Städten aktiv und beschäftigt insgesamt 427 Mitarbeitende.

Jean-Christophe Bott / Keystone

ice. Das zur Migros gehörende Essenslieferunternehmen Smood stellt per 30. April seinen Betrieb ein, wie die Nachrichtenagentur Keystone am Mittwoch (18. 2.) schreibt.

Das Unternehmen hatte bereits am 20. Januar ein gesetzlich vorgeschriebenes Konsultationsverfahren eröffnet, wobei jedoch keine tragfähige wirtschaftliche Lösung für das Unternehmen gefunden wurde.

Inzwischen hat sich Smood mit der Gewerkschaft Syndicom auf einen Sozialplan geeinigt. Das Unternehmen ist in 25 Schweizer Städten aktiv und beschäftigt insgesamt 427 Mitarbeitende.

Erwerbstätigkeit in der Schweiz steigt leicht, ILO-Erwerbslosenquote nimmt zu

Im 4. Quartal 2025 stieg die Erwerbstätigenzahl in der Schweiz gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 0,1 Prozent.

Karin Hofer / NZZ

ela. Im vierten Quartal 2025 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht um 0,1 Prozent auf 5,392 Millionen gestiegen. Saisonbereinigt blieb die Erwerbstätigenzahl gegenüber dem dritten Quartal 2025 unverändert. Das geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des Bundesamts für Statistik hervor, die am Dienstag (17. 2.) veröffentlicht wurde.

Gleichzeitig nahm die Erwerbslosenquote nach Definition des Internationalen Arbeitsamtes zu und stieg von 4,4 Prozent auf 5,0 Prozent. Das entspricht 256 000 Erwerbslosen, ein Plus von 31 000 Personen innert Jahresfrist. In der EU erhöhte sich die Quote im selben Zeitraum von 5,7 Prozent auf 5,8 Prozent, während sie in der Euro-Zone unverändert bei 6,1 Prozent lag, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt.

17.44 Uhr: Bayer-Tochter Monsanto schliesst Sammelvergleich zu Roundup-Klagen in den USA

Die Glyphosat-Vergleiche gehe Monsanto nur ein, um die Rechtsstreitigkeiten einzudämmen, es handle sich nicht um ein Schuldeingeständnis, schreibt der Bayern-Konzern.

Mike Blake / REUTERS

ela. Die Bayer-Tochter Monsanto hat in den USA einen Sammelvergleich zur Beilegung aktueller und möglicher künftiger Klagen rund um das Unkrautmittel Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat geschlossen. Der Vergleich zielt auf Verfahren ab, in denen Kläger eine Erkrankung am Non-Hodgkin-Lymphom geltend machen; führende Klägerkanzleien hätten am Dienstag (17.2.) beim Circuit Court in St. Louis im Gliedstaat Missouri die vorläufige Genehmigung beantragt, wie Bayer in einer Mitteilung schreibt.

Die Zahlungen aus dem Sammelvergleich sollen sich – vorbehaltlich der gerichtlichen Genehmigung – über bis zu 21 Jahre auf maximal 7,25 Milliarden Dollar belaufen, mit jährlich abnehmenden und gedeckelten Auszahlungen. Bayer rechnet wegen der Vereinbarungen samt Rechtskosten mit einer Erhöhung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten von 7,8 auf 11,8 Milliarden Euro und erwartet für 2026 einen negativen Free Cashflow; die Bilanz-Pressekonferenz werde deshalb auf den 4. März verschoben, heisst es in der Mitteilung.

Warner Bros. hat Paramount dazu aufgefordert, innerhalb von sieben Tagen sein «bestes und endgültiges» Angebot einzureichen

(Reuters) Warner Bros. hat das jüngste Übernahmeangebot von Paramount in Höhe von 30 US-Dollar pro Aktie abgelehnt. Das Hollywood-Studio erhält jedoch sieben Tage Zeit, um zu prüfen, ob es ein besseres Angebot vorlegen kann, teilte Warner Bros. am Dienstag (17. 2.) mit.

Paramount hatte informell sogar einen höheren Aktienpreis von 31 US-Dollar angeboten, so Warner Bros., und den Vorstand damit offenbar zu Verhandlungen bewegt. Paramount soll nun innerhalb von sieben Tagen sein «bestes und endgültiges Angebot» einreichen.

Die Vorsitzenden von Warner Bros. schrieben an Paramount: «Wir empfehlen weiterhin unsere Transaktion mit Netflix und stehen uneingeschränkt dazu.» Die beiden Mediengiganten Paramount und Netflix ringen um die Kontrolle über Warner Bros. Dem Studio gehören unter anderem die Harry-Potter-Filme sowie der Streamingdienst HBO Max.

Kindliche Sexpuppen: EU-Kommission nimmt Shein ins Visier

Steht unter Druck: der chinesische Online-Händler Shein.

Aurelien Morissard / AP

(dpa) Nach dem Skandal um den Verkauf von Sexpuppen mit kindlichem Aussehen leitet die EU-Kommission ein formelles Verfahren gegen den chinesischen Online-Händler Shein ein. Die Brüsseler Behörde verdächtigt das Unternehmen, nicht genug gegen den Vertrieb illegaler Produkte auf seiner Plattform zu tun und den Verbraucherschutz zu vernachlässigen.

Zurich will den britischen Spezialversicherer Beazley Offer übernehmen – und erhält dafür mehr Zeit

Blick auf ein Gebäude der Zurich-Versicherung in Zürich Oerlikon.

Ennio Leanza / Keystone

obe. Die Zurich Versicherung hat für die Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley mehr Zeit erhalten, wie es in einer Mitteilung von Montag (16. 2.) heisst. Demnach haben die britischen Aufsichtsbehörden eine Fristverlängerung zur Unterbreitung eines Übernahmeangebots genehmigt. Zurich muss den Aktionärinnen und Aktionären von Beazley nun bis zum 4. März ein Angebot vorlegen. Ursprünglich hatte Zurich das bis zum heutigen Montag machen wollen.

Mitte Januar hatten die zwei Unternehmen in einem «Joint Statement» die Übernahme bestätigt. Anfang Februar einigten sie sich im Grundsatz über die finanziellen Bedingungen der Übernahme.

Deutsche Börse übernimmt ISS Stoxx komplett

Deutschlands grösster Börsenbetreiber kauft die übrigen Anteile am Datenanbieter ISS Stoxx für 1,1 Milliarden Euro von einem Finanzinvestor.

Kai Pfaffenbach / REUTERS

(dpa) Die Deutsche Börse setzt zum nächsten Milliardendeal an und kauft den Daten- und Indexanbieter ISS Stoxx komplett. Die 20 Prozent, die bisher nicht dem deutschen Börsenbetreiber und Finanzdatenanbieter gehören, sollen für 1,1 Milliarden Euro vom Finanzinvestor General Atlantic übernommen werden. Der Preis soll bar und mit Krediten bezahlt werden, wie die Deutsche Börse am Donnerstag (12. 2.) mitteilte.

Ursprünglich hatte der Dax-Konzern einen Börsengang von ISS Stoxx geplant, dieser kam aber nicht zustande und ist nun mit der Komplettübernahme vom Tisch. Der Ausstieg von General Atlantic soll schon Ende März wirksam werden.

Gewinn bei Mercedes bricht 2025 um knapp die Hälfte ein

Für Mercedes war 2025 kein allzu gutes Jahr.

Ramil Sitdikov / REUTERS

(dpa) Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis 2025 um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro gesunken, teilte der Stuttgarter Autobauer mit. Zum Bericht

UBS will in Indien laut Medienbericht 3000 Stellen schaffen

Hyderabad statt Zürich? Während in der Schweiz Arbeitsplätze verlorengehen, baut die UBS offenbar einen Standort in Indien gross aus.

Denis Balibouse / Reuters

cov. Wie Reuters unter Berufung auf eine Medienmitteilung der UBS berichtet, plant die Grossbank, bis zu 3000 Mitarbeiter in Indien einzustellen. Das schreibt die Nachrichtenagentur am Mittwoch (11. 2.). Der Ausbau in Asien entspreche in etwa der Anzahl der Stellen, die in der Schweiz aufgrund der Integration des ehemaligen Konkurrenten Credit Suisse wegfallen werden. Laut UBS-CEO Sergio Ermotti soll der Abbau in der Schweiz durch natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen erfolgen.

Neben den bestehenden Niederlassungen in Indien soll laut dem Bericht in den kommenden Monaten ein neuer Standort in Hyderabad entstehen. Dort plant die Grossbank offenbar, rund 2000 bis 3000 Arbeitsplätze zu schaffen und so die Belegschaft der Bank in Millionenstadt zu verdoppeln.

«Wir freuen uns darauf, unsere technologischen Fähigkeiten, einschliesslich KI, weiter auszubauen und gleichzeitig unsere Präsenz vor Ort zu verstärken», wird Matthias Schacke zitiert, der die UBS-Geschäfte in Indien leitet.

Mehr Jobs in den USA: Arbeitslosenquote sinkt auf 4,3 Prozent

Der Arbeitsmarkt zeigt sich auch wegen einer veränderten Anstellungspolitik bei saisonabhängigen Branchen wie Lieferdiensten verbessert.

Kamil Krzaczynski / EPA

(Reuters) In den USA hat es im Januar wieder mehr Jobs gegeben. Die Arbeitslosenquote sank dabei um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat auf 4,3 Prozent. Das teilte das amerikanische Arbeitsministerium am Mittwoch (11. 2.) mit. Die Analysten deuten die Zahlen als Anzeichen für eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes. Damit könnte die Notenbank wieder mehr Spielraum haben, um die Zinsen vorerst unverändert zu lassen.

Ökonomen hatten einen Anstieg der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft von rund 70 000 prognostiziert. Nun stiegen aber die Arbeitnehmenden im vergangenen Monat um rund 130 000. Im Dezember waren noch 48 000 Stellen verlorengegangen.

Die überraschend guten Zahlen sind wohl auf die Einstellungspolitik der Unternehmen aus dem Einzelhandel und den Lieferdiensten zurückzuführen. Aufs Jahresende und die Feiertage hin stellen diese saisonabhängigen Branchen jeweils mehr Mitarbeitende ein. Das war 2025 jedoch nicht der Fall. Weil diese Betriebe weniger Saisonarbeiter beschäftigten, wurden im Januar nun auch weniger Personen als üblich wieder entlassen. Dies dürfte zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen geführt haben.

Weiterhin negativ wirkt sich laut Ansicht der Ökonomen die Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump aus. Dessen Drohung neuer Zölle gegen die EU-Staaten habe erneut einen Schatten auf den Arbeitsmarkt geworfen.

Ford verzeichnet hohen Milliardenverlust

In Zukunft will Ford stärker auf Hybrid-Fahrzeuge setzen und bei Elektroautos auf kleinere Modelle.

Rebecca Cook / Reuters

(dpa) Ford hat das vergangene Quartal mit einem Verlust von 11,1 Milliarden Dollar abgeschlossen. Den Ausschlag gaben der Umbau des hochdefizitären Elektroauto-Geschäfts, ein Brand bei einem Aluminium-Zulieferer und die Importzölle von US-Präsident Donald Trump.

Das Minus kommt nicht überraschend: Der Konzern hatte bereits eine Abschreibung von 19,5 Milliarden Dollar bei batteriebetriebenen Fahrzeugen angekündigt. Das Vorjahresquartal hatte Ford noch mit einem Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar abgeschlossen. Der Umsatz sank unterdessen im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 45,9 Milliarden Dollar.

Auf Spartenebene bot sich ein ähnliches Bild wie schon in den vergangenen Quartalen: Die Elektroauto-Sparte verbuchte einen operativen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar. Autos mit Verbrennungsmotoren brachten Ford unterdessen einen operativen Gewinn von 727 Millionen Dollar ein und die Nutzfahrzeug-Sparte verdiente auf dieser Basis gut 1,2 Milliarden Dollar.

Nach dem Erfolg von Tesla hatten die grossen amerikanischen Autobauer General Motors, Ford und Stellantis Milliarden investiert, um mehr Elektroautos in ihre Modellpaletten zu bringen. In Zukunft will Ford stärker auf Hybrid-Fahrzeuge setzen und bei Elektroautos auf kleinere Modelle.

Whatsapp erringt im Streit um Millionen-Bussgeld Etappensieg vor Europäischem Gerichtshof

(dpa) Im Streit um ein Bussgeld von 225 Millionen Euro wegen Datenschutz-Verstössen hat Whatsapp vor dem Gerichtshof am Dienstag (10. 2.) der Europäischen Union (EuGH) einen Etappensieg errungen. Der Messenger-Betreiber aus Kalifornien dürfe gegen einen Beschluss des Europäischen Datenschutzausschusses (EDSA) klagen, entschieden die Richterinnen und Richter in Luxemburg. Sie hoben eine Entscheidung des EU-Gerichts in der Vorinstanz, das die Klage nicht zugelassen hatte, auf. Nun muss das EU-Gericht den Fall inhaltlich prüfen. Ob Whatsapp die Busse zahlen muss, ist damit noch nicht geklärt.

Der Beschluss des EDSA war die Grundlage für eine Millionenstrafe gegen Whatsapp aus dem Jahr 2021 wegen Verstössen gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Dem Unternehmen wurde mangelnde Transparenz vorgeworfen. Verhängt wurde die damalige Rekordstrafe von der Datenschutzkommission (DPC) in Irland, wo Whatsapp seinen Sitz für Europa hat. Die irischen Datenschützer mussten sich dabei an den EDSA-Beschluss halten, der unter anderem die Höhe der Geldbusse festlegte.

Whatsapp ergänzte daraufhin seine Nutzungsregeln mit weiteren Informationen, klagte aber sowohl gegen die DPC-Entscheidung vor den Gerichten in Irland als auch gegen die Grundlage, den EDSA-Beschluss, vor dem EU-Gericht. Letzteres war der Ansicht, Whatsapp könne nur den finalen Beschluss der irischen Aufsichtsbehörde vor einem nationalen Gericht anfechten.

Das höchste Gericht in der EU entschied nun: Whatsapp darf auch den Beschluss des EDSA direkt angreifen. Das Unternehmen sei davon unmittelbar betroffen gewesen, so der EuGH. Die irische Behörde habe das Ergebnis nicht abändern können. Laut der irischen Datenschutzkommission pausieren die Verfahren in Irland, bis die Entscheidungen der europäischen Gerichte vorliegen.

Investor Wood kandidiert erneut für Swatch-Verwaltungsrat

Der amerikanische Investor Steven Wood (l.) kritisiert die mächtige Stellung der Familie von Chef Nick Hayek (r.) in der Swatch-Group.

Illustration NZZ

am. /lia. Der amerikanische Investor Steven Wood lässt sich erneut als Mitglied des Verwaltungsrats der Swatch Group aufstellen. Das geht aus einer Mitteilung der Beteiligungsgesellschaft Greenwood Investors vom Montag (9. 2.) hervor. Wood ist Gründer der Beteiligungsgesellschaft.

Steven Wood gilt als hartnäckiger Kritiker der dominanten Stellung der Familie Hayek im Unternehmen. Die Hayeks kontrollieren den Konzern doppelt – mit überproportionalen Stimmrechten und Schlüsselpositionen in Verwaltungsrat und Management. Wood sieht in dieser Machtkonzentration eine Ursache für die schwache Entwicklung der Swatch Group der vergangenen Jahre.

Bereits im Mai 2025 hatte Wood als Vertreter der Inhaberaktionäre für den Verwaltungsrat kandidiert – ein Recht, dass das Schweizer Gesetz dieser Aktionärsgruppe zusichert. Er setzte sich jedoch nicht durch. Die Ausgestaltung des Wahlverfahrens wurde damals heftig kritisiert: So fehlte ein separates Traktandum für die Wahl eines Vertreters der Inhaberaktionäre. Woods Kandidatur wurde in die allgemeine Verwaltungsratswahl eingebettet.

Doch Wood blieb hartnäckig. Er reichte daraufhin im November ein Traktandierungsbegehren für die ordentliche Generalversammlung (GV) 2026 ein, das mehrere umfassende Reformvorschläge enthält, die zentrale Governance-Fragen betreffen. Er konnte damals allerdings nicht belegen, dass er die nötigen Stimmrechte (0,5 Prozent) für sein Begehren beisammen hat. Dies hat er nun nachgeholt, und seine Anträge wiederholt. Dabei schlägt er sich zusätzlich selbst wieder als Verwaltungsrat vor. Für Aktionäre läuft die Frist für Anträge zur Traktandenliste der Generalversammlung am 18. Februar ab.

Auch die Familie Hayek hat in der Zwischenzeit erste Schritte zur Erneuerung des Verwaltungsrats gemacht. Vor wenigen Tagen präsentierte die Swatch Group selber einen neuen Kandidaten für das Aufsichtsgremium. Weitere könnten folgen. Die GV der Swatch Group ist für den 12. Mai angesetzt.


Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *