Warum ein Regimewechsel in Iran durch Luftangriffe scheitern könnte


Podcast «NZZ Geopolitik»

Die USA und Israel führen einen Luftkrieg gegen Iran – doch was ist das strategische Ziel? Geht es um die Zerstörung des Atomprogramms oder doch um Regime-Change in Teheran? Der Iran-Experte Simon Wolfgang Fuchs analysiert die Motive Washingtons und Jerusalems sowie die Dynamik innerhalb der iranischen Machtstrukturen.

David Vogel

Iran: Regimewechsel aus der Luft? Eine amerikanische Strategie voller Widersprüche

David Vogel mit Simon Wolfgang Fuchs

04.03.2026

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In dieser Podcast-Episode:

Donald Trump hat den Krieg gegen Iran nicht mit einer Primetime-Ansprache an die Fernsehnation lanciert, sondern mit einer kurzen Videoansprache, die sein Team aufgenommen hat. Er appellierte direkt an das iranische Volk, die Kontrolle über das Land zu übernehmen und die Regierung zu stürzen.

Es sei unverantwortlich, den Menschen «Regime-Change» vor die Füsse zu «schmeissen», sagt der Politologe Simon Wolfgang Fuchs – weil man Menschen, die gerade brutal niedergeschlagen worden seien, zur Revolte im Bombenhagel auffordere.

In der neuen Folge von «NZZ Geopolitik» erklärt der Iran-Experte der Hebräischen Universität in Jerusalem, wieso die iranischen Revolutionswächter nicht wie ein konventionelles Militär funktionieren: Der Eindruck zerfallender Befehlsketten werde oft als Schwäche missverstanden – dabei sei genau diese Dezentralität Teil des Überlebensprinzips.

Im Gespräch mit David Vogel analysiert Fuchs die aktuelle regionale Dynamik: Iran beschiesst die Golfstaaten. Die grösste Eskalationsgefahr sieht er darin, dass sich die Golfstaaten so bedrängt fühlen, dass sie selbst militärisch eingreifen. Warum das die Kriegsdauer verlängern könnte – und weshalb Russland und China trotz Abhängigkeiten auffällig passiv bleiben –, ist Thema im Podcast.

Alle Episoden von «NZZ Geopolitik: das grosse Ganze verstehen» finden Sie in dieser Übersicht.


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