Munition und Panzer: Schweizer Export von Kriegsmaterial 2025 explodiert


Die Ausfuhr von Kriegsmaterial aus der Schweiz ist 2025 deutlich gestiegen. Die Schweizer Unternehmen exportierten Rüstungsgüter im Wert von 948,2 Millionen Franken in 64 Länder, knapp 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Grösster Abnehmer war Deutschland.

Grösster Abnehmer von Schweizer Kriegsmaterialexporten war 2025 Deutschland.

Stefan Wermuth / Reuters

ela. Die Schweizer Kriegsmaterialexporte sind 2025 deutlich gestiegen. Schweizer Unternehmen lieferten mit Bewilligungen des Seco Kriegsmaterial im Wert von 948,2 Millionen Franken in 64 Länder. Das sind knapp 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil an der gesamten Warenausfuhr der Schweiz lag bei 0,21 Prozent. Das schreibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag in einer Medienmitteilung.

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Grösster Abnehmer war Deutschland mit Lieferungen im Wert von 386,4 Millionen Franken. Es folgten die USA mit 94,2 Millionen, Ungarn mit 63,4 Millionen, Italien mit 62,2 Millionen und Luxemburg mit 47,4 Millionen Franken.

Ein grosser Teil entfiel auf Munition und Munitionsbestandteile sowie auf gepanzerte Fahrzeuge und deren Teile. Besonders ins Gewicht fielen Lieferungen von Munition und Munitionskomponenten nach Deutschland und Ungarn, Bestandteilen für Geschütze nach Italien sowie Teilen für Kampfflugzeuge in die USA.

Rund 91 Prozent des exportierten Kriegsmaterials gingen in Länder, die allen vier internationalen Exportkontrollregimen für strategisch heikle Güter angehören. Nach Kontinenten entfielen 86 Prozent der Ausfuhren auf Europa, gut 10 Prozent auf Amerika und gut 3 Prozent auf Asien.

Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine bekräftigt der Bund seine bisherige Linie. Wegen der Neutralität und des geltenden Kriegsmaterialrechts genehmigt die Schweiz weiterhin keine Weitergabe von Kriegsmaterial mit Schweizer Ursprung an die Ukraine. Das Parlament hat im Dezember 2025 allerdings eine Gesetzesänderung beschlossen, die dem Bundesrat künftig mehr Spielraum bei Ausfuhrbewilligungen geben soll. Die Referendumsfrist läuft bis zum 17. April 2026.

Separat weist das Seco darauf hin, dass der Wert der neu erteilten Einzelbewilligungen für besondere militärische Güter 2025 gesunken ist: auf 30,2 Millionen Franken, nach 73,6 Millionen im Vorjahr.

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