Wie ein grünes Gesetz die Jobs am Hafen Hamburg gefährdet


Hamburgs Umweltaktivisten ist ein Coup gelungen: Deutschlands grösste Industriestadt darf ab 2040 kein CO2 mehr ausstossen. Unternehmer suchen verzweifelt nach Auswegen – und denken über das Undenkbare nach.

Horst Hagel sitzt in seinem Büro auf dem Gelände des Hamburger Hafens und zieht an einer Marlboro Rot. Seit 53 Jahren führt er das Familienunternehmen Louis Hagel von dem gleichen schweren hölzernen Pult aus, an dem schon der Grossvater sass. Am Boden liegt ein grosser Perserteppich. «Willkommen auf der Teppichetage», sagt Hagel, «will jemand eine Zigarette? Früher hätte es Alkohol gegeben, heute spendiere ich Ihnen lieber einen Kaffee oder Wasser.»

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Hagels Firma ist auf die Lagerung und den Umschlag von Düngemittel spezialisiert, die Kunden sind Pharma- und Agrarkonzerne. Düngemittel reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit. Aber Hagel hat eine ausgeklügelte Lagertechnik entwickelt. Deshalb ist sein Betrieb so erfolgreich.

Hagel ist 85 Jahre alt, bald übergibt er die Firma an seinen Enkel. Aber etwas hat er noch vor: Für 50 Millionen Euro will er zusätzliche Silos bauen. Eigentlich. Hagel ruft: «Aber jetzt haben die Hamburger für dieses unsägliche Klimaschutzgesetz gestimmt.» Er müsse jetzt schauen, ob sich das wirtschaftlich noch lohne, alles nochmals durchrechnen, Anwälte einschalten.

Am 12. Oktober hat Hamburgs Bevölkerung für ein neues, äusserst strenges Klimaschutzgesetz gestimmt. 2040 soll Hamburg klimaneutral sein. Kein Auto, kein Schiff, keine Fabrik, keine Wohnung darf dann noch CO2 ausstossen. Aber wie soll das gehen – ausgerechnet in Deutschlands grösster Industriestadt?

Horst Hagel im Büro seines Unternehmens Louis Hagel: Über Monitore und die Fenster auf drei Seiten seines Büros hat er den Überblick über das gesamte Firmengelände.

Die schmutzigsten Industrien der Welt

Der Hamburger Hafen ist der grösste Deutschlands. 600 000 Menschen arbeiten hier oder in Betrieben, die vom Hafen abhängig sind, 120 000 von ihnen in der Metropolregion Hamburg. Zusammen mit der Schwerindustrie bildet die Schifffahrt das Herzstück der Hamburger Wirtschaft. Beide Industrien gehören zu den schmutzigsten, die es auf der Welt gibt. Auf dem Hafengelände riecht es auch heute noch nach Öl, Schwefel, Metall.

Im Osten Hamburgs teilt sich die Elbe in zwei Flussarme. Die Norder- und die Süderelbe umfliessen den Hafen und vereinen sich im Westen wieder, um die Schiffe mit vereinter Kraft aufs offene Meer hinauszutragen. Zwischen den Flussarmen liegt das Hafengelände. Vier Terminals befinden sich darauf und Hunderte Industrie-, Logistik- und Lagerunternehmen, die sich an zahlreichen Kanälen aneinanderreihen wie in einem industriellen Venedig.

Auch Horst Hagels Lagerunternehmen ist hier. Konzentriert blickt Hagel auf den Bildschirm. Er schaut live zu, was sich auf seinem Firmengelände abspielt. Lastwagen fahren auf den Hof und brausen wieder davon, sobald die Ladeflächen gefüllt sind. Über eine speziell konstruierte Abfüllanlage rieselt Düngemittel in ein Transportschiff, das am Firmen-Kai liegt.

«Halt! Nach links fahren mit der Hebebühne, nicht nach rechts», ruft Hagel ins Funkgerät. Vom anderen Ende kommt nur ein knappes «Verstanden». Hagel hat alles unter Kontrolle. Auch während Telefonaten oder wenn er mit Angestellten spricht, hat er die Bildschirme mit einem Auge stets im Blick. Läuft etwas schief, reagiert er blitzschnell und greift zum Funkgerät.

«Das neue Gesetz ist schädlich, verursacht Kosten, vernichtet Arbeitsplätze und schwächt den Standort Hamburg», sagt Hagel. Der Hafen, die Schwerindustrie und mittelständische Unternehmen wie seines seien voneinander abhängig. Gehe es einem nicht gut, spürten das die anderen.

Am Kai des Unternehmens Louis Hagel beladen die Mitarbeitenden ein Schiff mit Düngemittel über eine speziell konstruierte Abfüllvorrichtung.

In den Landungsbrücken befindet sich auch der Hafen-Klub, ein Business-Klub für Hafenmanager mit Restaurant und Bar.

Die Regierung verkalkuliert sich

Auf der anderen Seite der Stadt, im linksalternativen Schanzenviertel, sitzen Lou Töllner und ihre Mitstreiter. Sie haben die Bürgerinitiative «Hamburger Zukunftsentscheid» lanciert. Mit einer Werbekampagne forderten sie die Bürger auf, am 12. Oktober 2025 ein Ja in die Urne zu legen. Die 24-jährige Jurastudentin sitzt im Büro des Initiativkomitees zwischen PCs, Plakaten, Flyern und verdorrten Pflanzen und erklärt, warum es aus ihrer Sicht nicht so weitergehen kann. «Nur ambitionierte Forderungen bringen Bewegung in die Klimapolitik», sagt sie.

Zuvor hatten Lou Töllner und ihr Team mit der Regierung verhandelt. Hätte sich ein Kompromiss gefunden, wäre es nicht zur Abstimmung gekommen. Aber die etablierte Hamburger Politik, wohlbemerkt eine Koalition aus SPD und Grünen, nahm die jungen Wilden nicht ernst. «Die Regierung ist uns bei den Verhandlungen nicht entgegengekommen, weil sie dachte, dass wir eine Volksabstimmung sowieso nicht gewinnen», sagt Töllner.

So kann man sich täuschen.

53,2 Prozent stimmten für die Initiative. Die Linken in den wohlhabenderen Stadtteilen im Zentrum haben die Industriearbeiter in den äusseren Bezirken überstimmt.

Wie die Schifffahrt in so kurzer Zeit klimaneutral werden soll, weiss Töllner auch nicht genau. Mit den Details hat sie sich nicht auseinandergesetzt. Zumindest in der Theorie ist vieles möglich: Die Schiffe fahren mit Wasserstoff. Die Autofahrer steigen auf Elektrofahrzeuge um. Die Industrie heizt ihre Schmelzöfen mit Ökostrom. Hauseigentümer sanieren alte Wohnungen und rüsten sie mit Wärmepumpen aus. Das übrige CO2 pressen Ingenieure tief in den Boden, damit es nicht in die Atmosphäre gelangt.

Auch andere deutsche Städte haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Doch die Landesregierungen können diese verschieben, sollten sie sich als unrealistisch erweisen. Nicht so in Hamburg, dort ist die Klimaneutralität bis 2040 nun im Gesetz verankert. Verfehlt die Stadt das Ziel, drohen juristische Konsequenzen. «Weil es nun ein verbindliches Gesetz ist, ist es nicht mehr in Ordnung, dass Klimaziele gerissen werden, es braucht jetzt erhebliche Zusatzanstrengungen», sagt Töllner. Hamburg müsse beim Klimaschutz eine Vorbildfunktion einnehmen.

Schiffe auf der Norderelbe, von der Elbphilharmonie aus gesehen.

Aussicht auf das Stadtviertel Hafen-City von der Elbphilharmonie aus.

Im E-Auto gegen die Grünen

Gunther Bonz sitzt in seinem E-Auto und regt sich über die grüne Politik auf. Er fährt zur Elbphilharmonie. Von dort hat man den besten Blick über das Hafengelände. Bonz war Spitzenbeamter in der Hamburger Wirtschaftsbehörde. Danach wechselte er in die Privatwirtschaft und war lange als Hafenmanager des Terminals Eurogate tätig. Mittlerweile ist er im Pensionsalter, berät als Hafenexperte aber immer noch Unternehmen und Verbände.

«Dass wir hier von einem Stau in den nächsten geraten, ist auch eine Folge der grünen Politik», sagt Bonz. Eine Navigations-App reicht nicht aus, um alle Staus in und um die Stadt im Blick zu haben. Deshalb benutzt er während der Fahrt zwei verschiedene Apps. Die Stadt reisse viel zu viele Strassen auf einmal auf, um das Fernwärmenetz und die Velowege auszubauen. Die Staus beeinträchtigten auch die vielen Lastwagen, die zwischen Lagerhallen und Hafen verkehrten. Für die Speditionsbetriebe rentiere das Umfuhrgeschäft kaum noch. Wie beim Klimaschutzgesetz schränke die grüne Politik die Wirtschaft auch hier ein.

Aber wo waren die alten hanseatischen Kaufmannsfamilien wie die Kühnes (Kühne+Nagel) oder die Heinemanns (Duty Free) im Abstimmungskampf um das Klimaschutzgesetz?

«Nirgends», sagt Bonz, «der Hamburger Geschäftsmann geht am Abend vom Büro direkt nach Hause, während der Münchner oder der Zürcher in den Apéro geht und sich unter die Leute mischt.» Wer nicht auf die Menschen zugehe, sich nicht öffentlich positioniere, überzeuge auch niemanden. Das wäre nötig gewesen, um die Initiative abzuwenden, liege aber nicht in der hanseatischen Kultur. Die CDU, die FDP, die wirtschaftsfreundlichen Teile der SPD und die Wirtschaftsverbände hätten zudem viel zu spät eine Gegenkampagne gestartet.

Gunther Bonz auf dem Balkon der Elbphilharmonie: Auf dem Hafengelände kennt er sich bestens aus.

Der Hafen, der nicht mehr glänzt

Auf dem Balkon der Elbphilharmonie lässt er den Blick über das Hafengelände schweifen. Der Hafenalltag gleicht einem Tetris-Spiel: Hafenarbeiter verschieben, stapeln, ordnen Container in allen Farben. Nichts steht lange still an diesem Ort, und trotzdem hat das Treiben eine meditative Wirkung auf den Betrachter.

Die Hafenkräne ragen in den Horizont, dazwischen drehen die Rotorblätter der Windräder. Grüne Technologie und Schifffahrt sind vereinbar. «Aber ich habe den Eindruck, dass die Umweltaktivisten hier am liebsten nur noch Windräder sehen wollen und keine Hafenkräne mehr», sagt Bonz.

Die immensen Investitionen, die einige Firmen in so kurzer Zeit in grüne Technologien tätigen müssten, überstiegen das, was sich wirtschaftlich tragen lasse, sagt Bonz. «Es besteht die Gefahr, dass viele Firmen nach China abwandern, wenn das Klimagesetz durchgesetzt wird.»

Sorgen bereitet ihm auch der Hafen selbst. «Ich gehe zwar nicht davon aus, dass die Hamburger Regierung ab 2040 kein Schiff mehr mit Dieselmotor einlaufen lassen wird», sagt Bonz. Aber auf die Reedereien wirkten solche Unsicherheitsfaktoren dennoch abschreckend. Bereits jetzt bevorzugen immer mehr Reedereien Tiefseehäfen wie Antwerpen oder Rotterdam. Diese Häfen fertigen Frachtschiffe in allen Grössen ab. In Hamburg gibt es hingegen Einschränkungen, was die Grösse und die Last der Schiffe betrifft – je nach Pegelstand der Elbe.

Hamburg gilt bei der Containerabfertigung als teuer und wenig produktiv im Vergleich zu den Konkurrenten. Hinzu kommt, dass der Hafen nur über beschränkte Bodenreserven für Erweiterungsbauten verfügt. In den letzten Jahren haben Reedereien ihre Kapazitäten bei der Konkurrenz, dem Hafen Wilhelmshaven, ausgebaut. Das neue Klimaschutzgesetz befeuere diese Entwicklung zusätzlich, sagt Bonz. «Der Hafen Hamburg muss aufpassen, dass er nicht zum Regionalhafen verkommt.»

Was kunstvoll aussieht, ist eigentlich Schrott. Aurubis macht aus Altkupfer neue Drähte.

Aurubis hat viel Geld in das Abwärmesystem (rechts) investiert, das etwa 20 000 Hamburger Haushalte mit Wärme versorgt.

Die Industrie verabschiedet sich leise

Im östlichen Teil des Hafens befindet sich das Firmengelände von Aurubis. Den Metallhersteller trifft das neue Klimaschutzgesetz besonders hart. «Eine Schwerindustrie ohne CO2-Emissionen ist vorstellbar, doch Stand heute ist es sehr unwahrscheinlich, dass im Jahr 2040 alle technischen Fragen für eine Dekarbonisierung der energieintensiven Industrie gelöst sind», sagt der CEO Toralf Haag. Es sei auch fraglich, ob bis dann genügend erneuerbare Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sei.

Auf dem Firmengelände geht alles seinen gewohnten Gang – noch. An einem Firmen-Kai liegt ein Schiff, das mit Kupferkonzentrat gefüllt ist. Aurubis bezieht den Rohstoff für ihre Kupferprodukte aus Minen in Nord- und Südamerika und aus Asien. Das fertige Produkt liefert Aurubis an andere Industriefirmen, die daraus Stromleitungen, Kabel, Elektromotoren sowie Baumaterialien herstellen.

Ein Förderband transportiert das pulverförmige Kupferkonzentrat vom Schiff direkt in das Lager. Auf den fabrikeigenen Fahrrädern flitzen Metallurgen in orange-schwarzen Overalls mit Helm und Atemschutzmasken vorbei. Diese Männer und Frauen schmelzen das Kupferkonzentrat in den Hütten. Sie sind stolz auf ihren Beruf. Viele von ihnen leben im benachbarten Stadtteil Veddel, teilweise arbeiteten die Väter und Grossväter schon bei Aurubis.

Hier wird noch Industrie in ihrer reinsten Form betrieben. Für viele Firmen aus der Schwerindustrie lohnt sich die Produktion in Europa schon lange nicht mehr. Die Löhne sind hoch und die Vorschriften streng – gerade beim Umweltschutz. Metallproduzenten wie Aurubis belasten die Umwelt gleich doppelt: Beim Schmelzen von Kupferkonzentraten entstehen Abgase, und um den Reinheitsgrad des Metalls zu erhöhen, braucht es zusätzlich auch noch enorme Mengen Strom.

Aber Schwerindustrie ist nicht gleich Schwerindustrie. «Im Vergleich zur weltweiten Kupferindustrie ist Aurubis schon sehr nachhaltig», sagt Haag. Pro Tonne produziertes Kupfer fallen bei Aurubis 1,4 Tonnen CO2 an, der weltweite Durchschnitt liegt bei 3,8 Tonnen CO2.

Besonders stossend findet Haag, dass Aurubis in den letzten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in ein Abwärmesystem investiert hat, das über das Fernwärmenetz 20 000 Hamburger Haushalte beheizt. Solche Engagements der Wirtschaft für den Klimaschutz wurden im Initiativtext aber nicht berücksichtigt.

Draussen auf dem Fabrikgelände türmen sich neben den schwarzen Klumpen auch sechs Meter hohe Haufen mit Kabelresten aus Stromleitungen, alten Dachblechen, Rohren, Platten und Spulen. Die unterschiedlichen Texturen und Formen des Altkupfers glitzern in der Sonne und sehen aus wie ein Kunstwerk. Aurubis schmilzt das wilde Durcheinander ein und formt daraus neue Drähte.

In den nächsten Monaten eröffnet das Unternehmen eine neue Recycling-Anlage. Auch eine neue Hütte für die Herstellung von Edelmetallen wie Gold, Silber, Platin, Palladium und Rhodium befindet sich im Bau. «Wir setzen die geplanten Investitionen am Standort Hamburg um, überlegen uns aber gut, ob wir den Standort hier weiter ausbauen», sagt Haag.

Trotz diesen Investitionen munkeln die Leute in Hamburg, Aurubis verabschiede sich von der Hafenstadt still und leise. Neue Werke hat das Unternehmen nicht in Deutschland, sondern in den USA und in Bulgarien eröffnet. Haag stellt klar: «Ein Wegzug aus Hamburg ist für uns kein Thema, aber wenn der Bürgerentscheid nicht wirtschaftsfreundlich umgesetzt wird, kostet das Arbeitsplätze.»

Toralf Haag, CEO von Aurubis, wird sich künftige Investitionen am Standort in Hamburg gut überlegen, sollte das Klimagesetz wirklich so umgesetzt werden, wie es jetzt ist.

Für ein höheres Ideal

Ist es gerechtfertigt, dass Menschen ihren Job verlieren, damit Hamburg nicht mehr seine 0,001 Prozent an den weltweiten CO2-Emissionen beiträgt?

Lou Töllner, die Aktivistin, sagt: «Es ist natürlich nachvollziehbar, Angst vor einem Arbeitsplatzverlust zu haben.» Aber nur weil man für die Schwerindustrie noch keine detaillierte Lösung habe, könne man nicht aufgeben und nichts für das Klima tun. Im Initiativtext stehe zudem, dass die Sozialverträglichkeit gegeben sein müsse. Es sei nun Aufgabe der Regierung, das Gesetz so auszugestalten, dass soziale Härten abgefedert würden.

Es ist eine Diskussion, in der es um Moral und Ideale geht. Töllner wählt ihre Worte vorsichtig. «Die Klimakrise hat so drastische Auswirkungen, auch ein Arbeiter in der Schwerindustrie hat doch ein Interesse am Klimaschutz», sagt sie. Die Umstellung auf grüne Technologien schaffe auch wieder neue Arbeitsplätze.

Die Wirtschaft hofft, dass es nochmals zu einer Abstimmung kommt und die hanseatischen Geschäftsleute dann vielleicht doch einmal ins Wirtshaus gehen, um das Volk von einer wirtschaftsfreundlicheren Umsetzung des Klimaschutzgesetzes zu überzeugen.

“Ist es gerechtfertigt, dass Menschen ihren Job verlieren, damit Hamburg nicht mehr seine 0,001 Prozent an den weltweiten CO2-Emissionen beiträgt?”

Hamburgs Emissionen sind im Vergleich zu den globalen Emissionen extrem gering, ob diese überhaupt seriös in einer Prozentzahl ausgedrückt werden kann ist fraglich. Die weltweiten Emissionen von Hamburg sind pro Kopf geringer als im globalen Durchschnitt. Die Produktion Fossiler Brennstoffe nimmt weltweit zu, daran wird Hamburg nichts ändern. Lediglich Hamburgs Anteil an den weltweiten Klimaemissionen kann auf Null sinken. Auf das weltweite Klima hat dies keinen Einfluss. Durch den ” Zukunftsentscheid” werden der Stadt Hamburg die finanziellen Mittel für eine Anpassung an den globalen Klimawandel (Anpassung der Infrastruktur an höhere Sturmfluten, Starkregen,Hitzewellen, usw.) fehlen.

Leider haben etwa 40% der Bürger ihre Stimme nicht abgegeben, weil sie den “Zukunftsentscheid” für Blödsinn hielten. Aber leider zählen nur die abgegebenen Stimmen und so haben etwa 30 % der Bürger uns diese Katastrophe beschert. Volksentscheide sind ein Mittel, mit dem Aktivistengruppen jeglicher Couleur die Demokratie aushebeln. Siehe BREXIT!


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